Willkommen
beim
Bundesverband Arbeit und Soziales e.V.
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Eine eigene Wohnung ist ein Menschenrecht.
Der Bundesverband Arbeit und Soziales hat sich auf Initiative von Armut, Ausgrenzung und Wohnungsnot betroffenen Menschen gegründet und wird von diesen Menschen und ihren Unterstützern getragen. Die Würde der Menschen steht bei unserem Engagement im Vordergrund.
Die Themen Arbeit und Soziales sind untrennbar auch mit dem Thema Wohnen verbunden. Deshalb setzt der Bundesverband Arbeit und Soziales das Thema Wohnen ganz oben auf die Agenda und setzt sich für ein Menschenrecht auf eine eigene Wohnung ein.
Der Verlust einer eigenen Wohnung stellt regelmäßig eine extreme Entwürdigung der Menschen dar, die in der Folge von Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit betroffen sind. Insbesondere Zwangsräumungen traumatisieren Menschen dauerhaft und zerstören deren Gesundheit und Leben, sowie das Vertrauen in unsere Gesellschaft und die Demokratie nachhaltig.
Zwangsräumungen sind Verbrechen, die in einem Rechtsstaat undenkbar wären.
Eine Zwangsräumung stellt keines Weges einfach nur den Verlust der Wohnung dar, sondern den Verlust allem was mit einer Wohnung zusammenhängt. Die Aufzählung aller Dinge die mit dem Thema Wohnen und Wohnung zusammenhängen würde unzählige Seiten füllen. Hier seien nur einige wenige Beispiele genannt: Eine Wohnung ist ...
ein Rückzugsgebiet, ein sicherer Ort, ein Schutzraum (my home is my castle) 1)
meine Privatsphäre
Ort für meine Grundbedürfnisse wie Essen (kochen und zubereiten), Trinken, Waschen, Körperpflege, Kleidung, Liebe und Intimität, …
der Ort an dem ich Krankheiten auskuriere
der Ort an dem ich mich erhole
der Ort an dem ich meine Alltagsgeschäfte vorbereite, Anträge stelle, den Tag plane …
der Ort an dem ich meine Freunde einladen kann
der Ort an dem ich mich weiterbilde und lerne
der Ort an dem ich mich für meine Arbeit vorbereite
der Ort an dem ich meine persönlichen Sachen aufbewahre, insbesondere mir wichtige Dinge
Meine Adresse
Mein Zuhause für mich (und meine Familie/Partner/Mitbewohner)
Ein Wohnungsverlust zerstört meine gesellschaftliche, kulturelle und demokratische Teilhabe. Dies beweist allein schon die Tatsache, dass Wahlbenachrichtigungen nicht mehr zugestellt werden können.
usw, usw, usw,
Wohnen ist das zentrale soziale Thema
unserer Zeit.
Der Schaden für die Wirtschaft und unsere Gesellschaft, der durch Wohnungsnot und Zwangsräumungen entsteht liegt jedes Jahr in unschätzbarer Milliardenhöhe. Schon allein wenn man sich Sorgen um seine Wohnung macht, dürfte die Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt sein. Sorgen machen krank.
Ohne Wohnung und Adresse einen Arbeitsplatz dauerhaft zu erhalten oder gar eine neue Arbeit zu finden ist praktisch undenkbar.
Studien beweisen, dass der Verlust einer Wohnung unserer Gesellschaft mindesten 3 bis 4 mal soviel kostet als der Erhalt einer Wohnung. Unmenschlichkeit kostet uns allen sehr viel Geld und Ressourcen und gefährdet unsere Demokratie.
1)
„My home is my castle“ (deutsch: „Mein Haus ist meine Burg“) ist ein englisches Sprichwort, das die Unverletzlichkeit der eigenen vier Wände (Wohnung) betont. Es bedeutet, dass das Zuhause ein sicherer Rückzugsort ist, an dem Privatsphäre herrscht und man selbst über sein Handeln bestimmt.
